Deutsch

Rechtschreibpokal nach Bad Wildungen geholt

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Rechtschreibpokal seit Donnerstag in Bad Wildungen - 

Gustav-Stresemann-Gymnasium gewinnt

„Den großen Diktatwettbewerb“ in Frankfurt am Main

 von Christoph Pogorelow (Schüler der E2-Phase, Kurs Heise)

 

„Apoftegma“, „Apophtegma” oder doch „Apophthegma”? – Wie schreibt man das und was bedeutet das überhaupt?

So oder so ähnlich ging es in unseren Köpfen vor, als wir als Schulteam des Gustav-Stresemann-Gymnasiums Bad Wildungen gemeinsam mit ca. 350 weiteren Schülern, Lehrern und Eltern in der Aula des Goethe-Gymnasiums Frankfurt am Main am „Großen Diktatwettbewerb” teilnahmen.

Nach intensiven Wiederholungen der neuesten Rechtschreibregeln, mit denen wir sogar auf der Zugfahrt nach Frankfurt/M. die Mitreisenden unterhielten, versuchten wir fünf orthografisch begeisterten Schülerinnen und Schüler der E-Phase gemeinsam mit unserem Lehrer Christoph M. Heise am 5. Mai 2015 unser Wissen unter Beweis zu stellen.

Brauchen den Duden eigentlich nicht mehr: die Rechtschreibexperten Christoph Pogorelow, Heiko Menzler, Christoph M. Heise, Samiha Direk, Louisa Ochse (von links; es fehlt: David Pinto)

Kafka im Barocksaal

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Literarischer Frühling – Lesung für Schüler des GSG im Barocksaal

 „Ich will mit jemandem zu tun haben, wenn ich ein Buch lese.“ Mit diesen Worten Grillparzers leitete der Literaturwissenschaftler, Publizist und Kafka-Biograph Dr. Reiner Stach am 17. April seinen Vortrag über die Kindheit und Jugend des Schriftstellers Franz Kafka ein. Im Rahmen des Literatur-Festivals „Literarischer Frühlings“ waren Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Gustav-Stresemann-Gymnasiums in den Barocksaal des Schlosses Friedrichstein zu einer Lesung eingeladen. Es ist schon das zweite Mal, dass die Initiatorin und Organisatorin des  „Literarischen Frühlings“, die Journalistin Frau Christiane Kohl, den Schülern des Gustav-Stresemann-Gymnasiums eine Begegnung mit namhaften Autoren ermöglicht. Lehrerinnen, Lehrer, Schülerinnen und Schüler haben dieses Angebot mit Begeisterung angenommen. 

Kafkas Lebenswelt, so lautete das Thema des Vortrags. Dr. Reiner Stach, der sich 18 Jahre lang intensiv mit der Biographie Franz Kafkas beschäftigt und erst im Jahr 2014 den letzten seiner drei Bände über Kafkas Leben veröffentlicht hat, erwies sich als herausragender Kenner Kafkas und brillanter Erzähler. Gespannt lauschten die Zuhörerinnen und Zuhörer den interessanten und lebendigen Schilderungen Reiner Stachs über das Leben der Familie Kafka im Prag um die Jahrhundertwende. Mit Fotos und Bildern unterstützt vermittelte Stach Kaleidoskop-artig einen Eindruck von der Lebenswelt der Familie Kafka in Prag, der Hauptstadt des Königreichs Böhmen im Kaiserreich Österreich. Die historischen Fotos und Gemälde der Altstadt Prags, in der Franz Kafkas Eltern ein Geschäft besaßen und der Kafka ein Leben lang verhaftet war,  ließen zusammen mit Stachs anschaulichen Beschreibungen der Lebenssituation der Familie in dem sozialen Gefüge der Prager Bürgerschaft Franz Kafkas Kindheit und Jugend vor dem inneren Auge der Zuhörer entstehen und hat manchem sicher auch einen neuen Zugang zu den Werken dieses faszinierenden Autors verschafft.

Die Möglichkeit, Schriftsteller und Experten persönlich zu erleben und mit ihnen ins Gespräch zu kommen, ist eine besondere und unvergessliche Erfahrung. Danke an dieser Stelle an Frau Kohl für dieses grandiose Literaturfestival und an alle, die dazu beitragen, dieses möglich zu machen.

Text: Cornelia Krukenberg-Puschendorf

Tschick-Aufführung

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Theaterbesuch des Orientierungskurses Deutsch am 14. Februar 2015

Rezension des Theaterstücks "Tschick"  von Fabian Bodlée

 

"Mein Großvater wohnt irgendwo am Arsch der Welt in einem Land, das Walachei heißt. Und da fahren wir jetzt hin."

 

Dieses Zitat aus dem Jugendbuch "Tschick" von Wolfgang Herrndorf zeigt gut, worum es in dem Entwicklungsroman und dem im Tif (Theater im Fridericanum, Kassel) aufgeführten, gleichnamigen Theaterstück geht:

 

Es wird die Reise sowie die wachsende Freundschaft zweier durch ihre Familien vernachlässigter 14jähriger Jungen beschrieben, die mit einem "geliehenen" Lada quer durch Deutschland fahren. Aber ist die Umsetzung des beliebten Jugendbuches, dessen Handlung an ein "Roadmovie" erinnert, ebenfalls gut ausgefallen und für Jugendliche interessant genug?

Faustaufführung

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Drei Hunde spielen Faust – Eine Kritik 10.02.2015 – Max Keller – Frau Weiß - Q4

Wenn drei Stille Hunde in das Gustav-Stresemann-Gymnasium nach Bad Wildungen kommen, so mögen die wenigsten etwas damit anfangen können. Handelt es sich hierbei nämlich nicht um animalische Vorführungen oder Auftritte, noch um stille Pantomime, sondern um eine Theatergruppe aus Göttingen, die am Dienstag Goethes „Faust“ den Oberstufenschülern präsentierte. So minimalistisch wie das Schauspieler-Trio war, so war es auch das Bühnenbild. Lediglich ein weißer Vorhang, den man je nach Bedarf verschieben konnte, ein Stuhl und einige wenige Requisiten so wie unterschiedliches Licht trugen zu einer angenehmen Übersicht und Klarheit auf der Bühne bei, der es bedurfte, da nicht alle im Saal Anwesenden bereits so gut mit Faust vertraut waren wie der Deutsch-LK von Frau Weiß und es somit ein jeder leichter hatte, der nicht ganz unkomplizierten Sprache Goethes zu folgen. Den Kennern des Original-Werkes ist auch sehr schnell aufgefallen, dass nicht nur einige Stellen, über deren Wichtigkeit für das Stück man diskutieren könnte, ausgelassen oder gekürzt wurden, sondern dass Goethe neben Faust, Mephisto und Gretchen auch noch andere Figuren auftreten lässt. Den Schnelldenkern fällt hier nun direkt auf, dass dies bedeutet, dass die vorhandene Anzahl an Schauspielern (3) wohl kaum den in Faust vorkommenden Personen gerecht werden kann. Mit Bravour wurde dies jedoch mit schauspielerischem Talent, den damit verbundenen Umwandlungen von Mann in Frau oder auch Mann in Hund wie auch mit der bereits erwähnten Kürze kompensiert. Die Würze dieser Kürze lag unter anderem in den ansprechend gestalteten Charakteren (derjenige, der in Mephisto die Züge eines Gustav Gründgens erwartet hat, wurde eventuell enttäuscht) wie auch in dem direkten und humorvollen Einbezug des Publikums bzw. des Schmuckes einiger junger Damen.

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